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Rote Bete fermentieren: Haltbare Vitaminbombe selber machen

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von FlorianCooks

7.11.2021

Lange haltbar, reich an Vitaminen und auch noch gut für den Darm: Es gibt viele Gründe, Rote Bete zu fermentieren. Ich zeige dir, wie einfach das geht.

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Lassen sich Rote Bete wirklich fermentieren?

Klar, aus Weißkohl wird Sauerkraut. Aber was ist mit Roten Beten?

Tatsächlich kannst du so gut wie jedes Gemüse fermentieren. Vielleicht mit Ausnahme von Tomaten, weil die dabei ziemlich matschig werden.

Also natürlich auch Rote Bete. Und falls du schon mal Sauerkraut gemacht hast, ist das kein Problem für dich.

Selbst wenn nicht, musst du davor keine Angst haben. Ich zeige dir hier Schritt für Schritt, wie du Rote Bete fermentierst.

Ausprobieren solltest du es auf jeden Fall mal, denn es hat einige Vorteile.

Das sind die Vorteile von fermentierter Roter Bete

Rote Bete zu fermentieren hat drei Vorteile:

  1. Du machst sie dadurch haltbar und kannst sie das ganze Jahr lang genießen.

  2. Da die Lebensmittel beim Fermentieren nicht erhitzt werden, bleiben die Vitamine erhalten. Es kommen sogar neue dazu, wie beispielsweise Vitamin C und B-Vitamine. So kannst du auch im Winter deine Vitaminversorgung sicherstellen.

  3. Milchsauer vergorene Lebensmitteln tragen zur Darmgesundheit bei, helfen deinem Körper dadurch Nährstoffe aufzunehmen und stärken das Immunsystem.

Rote Bete Foto: SevenCooks

Rote Bete fermentieren – das brauchst du

Um Rote Bete zu fermentieren, brauchst du nicht viele Hilfsmittel.

Ich empfehle dir ein Fermentierset. Das gibt es berreits für unter 50 Euro und du hast damit alles, um Gemüse und Lebensmittel zu fermentieren.

Wenn du dich aber erst einmal ans Fermentieren herantasten möchtest, kannst du auch auf Utensilien zurückgreifen, die du wahrscheinlich schon zuhause hast.

Du brauchst:

  • einen Hobel
  • ein hohes Gefäß (mit Deckel), z. B. ein Schraub- oder Bügelglas oder einen Tontopf
  • Gewichte

Grundrezept für fermentierte Rote Bete

Fermentieren von Rote Bete ist nicht schwer und fürs Grundrezept brauchst du nur drei Zutaten:

  • 1 kg Rote Bete
  • 1 Liter Wasser
  • 20 g Salz

Anmerkung: Je nach Gefäß kann es sein, dass du mehr oder weniger Salzlake brauchst. Daher gebe ich dir den Tipp, lieber mehr Salzlake herzustellen und das überschüssige Wasser wegzuschütten. Wichtig ist nur, dass du einen Salzgehalt von 2 Prozent hast. Also 20g Salz pro Liter Wasser.

Rote Bete fermentieren: Roh oder gekocht?

Wer zum ersten Mal Rote Bete fermentiert, der wird sich fragen, ob man dafür rohe oder doch gekochte Rote Bete nehmen sollte. Die Frage habe ich mir auch beim ersten Mal gestellt.

Zum Fermentieren solltest du rohe Rote Bete nehmen. Zum einen wird die Rote Bete durch das Fermentieren weich und zum anderen werden beim Kochen der Roten Bete Bakterien abgetötet, die wir für die Fermentation brauchen.

Rote Bete geschnitten Foto: SevenCooks

So fermentierst du Rote Bete!

  1. Schäle die Rote Bete und hobele sie in Scheiben. Wie dick die Scheiben später sind, das ist komplett dir überlassen. Meine Scheiben sind zwischen 0,5 und einem Zentimeter dick. Ich empfehle dir dafür Handschuhe anzuziehen, da die rote Farbe schlecht von den Händen abgeht und noch schlechter von Kleidung. Daher bitte aufpassen.

  2. Sterilisiere ein großes Schraub-, oder Bügelglas und schichte deine Rote Bete in das Glas.

  3. Mische dein Salz mit Wasser und fülle das Glas auf, bis die Rote Bete komplett mit der Salzlake bedeckt ist. Da mit der Zeit die Rote Bete nach oben steigt und aus der Lake schaut, solltest du ein Gewicht mit ins Glas geben, damit die Rote Bete nicht aufsteigen kann. Sie muss nämlich immer von Flüssigkeit bedeckt bleiben.

  4. Anschließend wird der Deckel der Gläser leicht zugedreht bzw. zugeklappt, jedoch nicht ganz verschlossen, damit die bei der Gärung entstehende Luft entweichen kann. In Fermentiersets sind in der Regel Gläser mit speziellem Ventil enthalten, durch das die Luft entweichen kann.

  5. Stelle die Rote Bete zwei Tage an einen Ort deiner Wahl, an dem Zimmertemperatur herrscht – ich etwa nehme die Arbeitsplatte in der Küche. Dort beginnt nun der Fermentierprozess. Sobald der Geschmack für dich stimmt, kannst du die Rote Bete in den Kühlschrank stellen, dort wird der Fermentierprozess so stark gebremst, dass der gewünschte Geschmack lange erhalten bleibt.

Wie lange dauert die Fermentation?

Wann deine Rote Bete fertig ist, hängt von deiner persönlichen Vorliebe ab. Mindestens sechs Tage solltest du dich aber gedulden. Je nach Geschmack kannst du sie aber auch mehrere Wochen im Glas fermentieren, dann wird der Geschmack aber immer intensiver. Ich persönliche warte mindestens eine Woche, ehe ich die Rote Bete verwende.

So kannst du deine fermentierte Rote Bete verfeinern

Rote Bete kannst du nicht nur pur fermentieren, sondern auch mit anderem Gemüse oder Gewürzen verfeinern. Eine beliebte Variante ist Rote Bete mit Meerrettich und Apfel. Du kannst aber auch Fenchel, Karotten oder Radieschen verwenden. Bei den Gewürzen eignen sich Senfsaat, Pfefferkörner oder Koriandersamen.

Rezept für fermentierte Rote Bete mit Apfel und Meerrettich

  • 1 kg Rote Bete
  • 1 Liter Wasser
  • 20 g Salz
  • 1 Apfel
  • 15 g Meerrettich

Apfelmus selber machen: Welche Äpfel eignen sich? Foto: SevenCooks

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schäle die Rote Bete und hobele sie in Scheiben. Wie dick die Scheiben später sind, das ist komplett dir überlassen. Meine Scheiben sind zwischen 0,5 und einem Zentimeter dick. Ich empfehle dir dafür Handschuhe anzuziehen, da die rote Farbe schlecht von den Händen weg geht und noch schlechter von Kleidung. Daher bitte aufpassen.

  2. Raspel den Apfel und Meerrettich.

  3. Sterilisiere ein großes Schraub-, oder Bügelglas und schichte Rote Bete, Apfel und Meerrettich in das Glas.

  4. Mische dein Salz mit Wasser und fülle das Glas auf, bis alles komplett mit der Salzlake bedeckt ist. Da mit der Zeit die Rote Bete nach oben steigt und aus der Lake schaut, solltest du ein Gewicht mit ins Glas geben, damit die Rote Bete nicht aufsteigen kann.

  5. Anschließend wird der Deckel der Gläser leicht zugedreht, jedoch nicht ganz verschlossen, damit die bei der Gärung entstehende Luft entweichen kann.

  6. Stelle die Rote Bete zwei Tage an einen Ort deiner Wahl, an dem Zimmertemperatur herrscht – ich etwa nehme die Arbeitsplatte in der Küche. Dort beginnt nun der Fermentierprozess. Sobald der Geschmack für dich stimmt, kannst du die Rote Bete in den Kühlschrank stellen, dort wird der Fermentierprozess so stark gebremst, dass der gewünschte Geschmack lange erhalten bleibt.

Darauf solltest du beim Rote Bete fermentieren aufpassen

Wenn du Rote Bete fermentierst, dann gibt es einige Stolpersteine, auf die du achten solltest. Damit du weißt, was du beachten musst, habe ich dir die häufigsten Fehler zusammengefasst.

Sauberkeit: Beim Fermentieren ist das A und O die Hygiene und Sauberkeit. Schon der kleinste Schmutz kann dazu führen, dass die Rote Bete bereits bei der Fermentation anfängt zu schimmeln. Daher solltest du deine Gläser auch sorgfältig sterilisieren. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du auch das Messer oder die Hobel mit kochendem Wasser desinfizieren.

Genügend Flüssigkeit: Wenn du die Rote Bete in die Gläser füllst, musst du darauf achten, dass alles mit der Salzlake bedeckt ist. So wird die Rote Bete „luftdicht“ umschlossen und bleibt länger haltbar.

Zeit: Fermentieren braucht Zeit. Auch wenn die Zubereitung keine halbe Stunde dauert, braucht die Fermentation später mehrere Tage und Wochen. Je länger du deine Rote Bete fermentieren lässt, desto saurer schmeckt sie später, desto haltbarer ist sie später aber auch. Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, ist, dass du das Glas zu früh aufschraubst, probierst und es wieder verschließt. Dadurch können Bakterien ins Glas gelangen.

Verschließen: Ein Fehler der mir selbst bereits passiert ist, ist, dass ich das Schraubglas beim Fermentieren komplett verschlossen habe. Dadurch kann die Bakterienluft nicht entweichen und der Deckel kann sich verformen. Je nachdem wie hoch der Druck wird, kann es auch den Deckel „absprengen“. Daher immer den Deckel nur leicht zudrehen oder ganz darauf verzichten.

Befüllen: Wenn du die Rote Bete ins Glas füllst, dann solltest du sie nicht bis zum Deckel befüllen, sondern immer nur zu ¾. Bei der Gärung treibt alles nach oben und das kann zum Überlaufen führen.

Rohe Bete: Wie bereits gesagt, ist einer der größten Fehler, die du machen kannst, gekochte Rote Bete zum Fermentieren zu verwenden. Durch das kochen werden die wichtigen Bakterien, die für die Fermentation verantwortlich sind, zerstört.

Rezeptideen mit Rote Bete

Na, Lust bekommen auf Rote Bete? Kann ich sehr gut verstehen, denn Rote Bete ist nicht nur gesund, sondern auch vielseitig einsetzbar. Solltest du neue Inspiration suchen, dann haben wir genau das Richtige für dich. Denn in unseren Rezepten findest du eine Vielzahl an leckeren Rote-Bete-Rezepten.

Lesetipps:

Titelbild: SevenCooks

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