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Hokkaido gebacken  mit Rosmarin geschnitten vor dunklem Hintergrund.

7 Kürbissorten, die Liebhaber kennen sollten

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01.10.2020
Es gibt mehr als nur den "Hokkaido". Kürbisse sind unglaublich vielfältig. Wir stellen dir die beliebtesten vor. Ist dein neuer Liebling dabei?

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Bischofsmütze

Bischofsmütze Die Bischofsmütze hat einen nussigen Geschmack und eignet sich als Suppen-Kürbis. Foto: Ansebach (Shutterstock)

  • Andere Namen: Kardinalshut, Turbankürbis
  • Geschmack: Nussig
  • Besonders geeignet für: Suppen (aufgrund seiner mehligen Konsistenz), oder als Dekoration
  • Besonderheit: lässt sich schwer schälen, markantes Erscheinungsbild

Die Bischofsmütze wird häufig bei den Zierkürbissen einsortiert. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Denn wenn sein Äußeres auch eine Zierde ist, zubereiten und essen kann man ihn dennoch. Durch neue Züchtungen sind Bitterstoffe stark verringert worden.

Er ist mehrfarbig und seine Form (flach, mit Wulsten in der Mitte) kann sowohl an eine Bischofsmütze, als auch an einen Turban erinnern. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange und seine Größe kann stark variieren. Er wiegt in der Regel zwischen ein und zwei Kilogramm.

Vor dem Verzehr sollte er geschält werden. Dies geht, wie bei den meisten Kürbissen, am einfachsten, wenn er in mehrere Stücke geteilt wird und dann stückweise die Schale entfernt wird.

Verwendung in der Küche findet er häufig für Suppen, er wird aber auch gerne gefüllt. Durch seine dicke Schale bleibt er beim Aushöhlen stabil, der zuvor entfernte Deckel kann wieder aufgesetzt werden.

Tipp für Angeber: "Deckel" abschneiden, Kerne und Fruchtfleisch entfernen, aus dem Fruchtfleisch Suppe kochen und im ausgehöhlten Kürbis servieren.

Butternusskürbis

Butternut Ein Klassiker unter den Kürbissen: der Butternusskürbis. Foto: Jamie Rogers (Shutterstock)

  • Andere Namen: Butternut-Kürbis, Birnenkürbis
  • Geschmack: Feines Butteraroma
  • Verwendung: gebacken, als Suppe, im Kuchen. Schale sollte entfernt werden
  • Besonderheit: Viel Fruchtfleisch und wenig Kerne

Der Butternusskürbis, auch Butternut oder Birnenkürbis genannt, gehört wie der Hokkaidokürbis zu den sehr aromatischen, schmackhaften Sorten. Außerdem gehört er zu den Moschuskürbissen, ebenso wie der Muskatkürbis.

Er besitzt eher weniger Kerne und Fasern, dafür umso mehr Fruchtfleisch. Es gibt ihn schon in recht kleinen Varianten mit einigen Hundert Gramm, erhältlich sind aber auch Exemplare mit 2 kg.

Die Schale ist meist (je nach Größe) recht hart, der Kürbis sollte vor dem Verzehr geschält werden. Eine oft empfohlene Variante des Schälens ist das Abschneiden mit einem Messer nach dem Aufschneiden der Frucht. Von kleineren Kürbisteilen lässt sich die Schale leichter entfernen und man rutscht nicht so leicht ab.

Es empfiehlt sich, die Kerne aufzuheben, sie können ebenfalls verspeist oder zur eigenen Nachzucht ab März in kleinen Töpfchen im Haus oder in der Wohnung verwendet werden.

Die meisten Butternusskürbisse im Handel besitzen eine glatte Schale. Es gibt auch Exemplare, deren Schale Noppen aufweisen. Auch diese Sorte ist gut lagerbar. Aus Ländern wie Mexiko und Guatemala ist er auch ganzjährig erhältlich. Seinen Namen „Butternuss“ verdankt er dem Geschmack: Er schmeckt leicht buttrig und nussähnlich, was ihn zu einem beliebten und immer bekannteren Speisekürbis macht.

Er gehört ebenfalls zu den „Winter Squash“-Sorten, die im Herbst reif sind und bis in den Winter gelagert und verzehrt werden können.

Eine leckere Mahlzeit ergibt er in jedem Fall, egal ob er in Spalten gebacken wird oder zu Suppe und Cremes weiter verarbeitet wird.

Sein Energiegehalt liegt mit 45 kcal/100 g etwas höher als bei anderen Kürbissen, wobei er sehr fettarm ist.

Flaschenkürbis

Flaschenkuerbis In unseren Breitengraden ist der Flaschenkürbis eher unbekannt. Foto: Sunday Morning (Shutterstock)

  • Andere Namen: Kalebasse, Herkuleskeule, Trompetenkürbis, Jonaskürbis
  • Geschmack: mild und nussig
  • Verwendung: zubereitet als Gemüse, getrocknet, zur Dekoration, als Musikinstrument, als Aufbewahrungsgefäß, Kräutermedizin (Asien)
  • Besonderheit: sehr kalorienarm (15 kcal pro 100 g)

Wie bei fast allen Kürbisgewächsen und -arten, existieren auch beim Flaschenkürbis sehr unterschiedliche Größen und Formen. In der Größe gibt es Variationen von einigen Zentimetern Länge bis hin zu 3 m. Oft weist er eine kugelige Flaschenform auf, von der auch sein hiesiger Name abgeleitet ist.

Prinzipiell werden zwei Unterarten unterschieden, die afrikanischen und amerikanischen Sorten und die asiatische Variante.

Unreife Früchte können gekocht als Gemüse auf dem Tisch landen, das Fruchtfleisch wird teilweise auch in Streifen geschnitten und getrocknet verwendet, dies vor allem in Japan.

Auch aus den Samen lassen sich Gerichte zubereiten.

Große Früchte bieten sich aufgrund ihrer wasserundurchlässigen Schale zur Herstellung von Gefäßen an, sie werden teilweise prachtvoll verziert. Auch für den Musikinstrumentenbau (beispielsweise Trommeln, Rasseln oder Zupfinstrumente). In Asien findet der Flaschenkürbis auch Verwendung in der Kräutermedizin.

Vielleicht auch wegen seiner Vielfalt wurde er 2002 zum Gemüse des Jahres gewählt.

Er bevorzugt tropische und subtropische Gegenden, kann aber auch in Europa angebaut werden. Wie bei anderen Sorten auch, ist ein Vorziehen ab April in der Wohnung möglich. Flaschenkürbisse brauchen nach dem Aussetzen jedoch Vollsonne zur Entwicklung.

Was ihn von den anderen Kürbissen unterscheidet, ist sein niedriger Energiegehalt (15 kcal/100 g), das Fleisch besteht zu ca. 93 % aus Wasser.

Hokkaidokürbis

Hokkaido mit Suppe Der Hokkaidokürbis ist sehr praktisch, da die Schale essbar ist. Foto: Sashanti17 (Shutterstock)

  • Familie: Cucurbita maxima
  • Geschmack: leicht süsslich, intensiv nussig
  • Verwendung: gebacken, als Suppe, in Kuchen
  • Besonderheit: Schale kann mit verzehrt werden

Hokkaidokürbisse gehören eher zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Gleichwohl gehört er zur Gattung der Cucurbita maxima. Prägnant ist ihre knallorangene Farbe, das Gewicht variiert von ½ kg bis zu 2 kg. Es gibt jedoch auch Hokkaidokürbisse mit blauer Farbe, geschmacklich unterscheiden sie sich nicht.

Bei diesen Kürbissen kann die Schale, die sehr dünn ist, verzehrt werden, was einem mühsames Schälen abnimmt – sie wird beim Kochen weich. Die Kerne und der faserige Innenteil sollten jedoch zuvor entfernt werden, wobei die Kerne geröstet sehr lecker sind.

Hokkaido heißt eine Insel in Japan, aber auch dort wurden Kürbisse im 16. Jahrhundert aus Europa erst eingeführt. Die heutige Sorte, die wir hier als Hokkaidokürbis kennen, heißt in Japan „Uchiki kuri“.

Das Fleisch der Hokkaidokürbisse ist aromatisch-nussähnlich, es eignet sich hervorragend zum Backen und Kochen.

Sie lassen sich relativ leicht nachziehen. Schon im März setzt man die Kerne in kleine Töpfe und zieht die Pflanzen vor, um sie nach dem letzten Frost des Frühjahres ins Freiland zu bringen.

Die Ernte erfolgt dann im Herbst. Sie können, wie andere Kürbisse auch, relativ lange trocken gelagert werden (bis zu mehreren Monaten), zumindest, wenn der Kürbisstiel unversehrt geblieben ist.

Hokkaidokürbisse gehören zu den sog. „Winter Squash“-Sorten, die im Herbst reif sind und geerntet werden können.

Mit 25 kcal/100 g gehört dieser Kürbis zu den erfreulich kalorienarmen Lebensmitteln und zählt zu den nährstoffreichsten Kürbissorten. Er weist außerdem einen hohen Stärkeanteil auf. Mit seinen Beta-Carotin-, Vitamin C- und Vitamin B6-Gehalten übertrifft er andere Kürbisse ebenfalls.

Beim Garen bleiben viele Substanzen (wie Eiweiß, Ballaststoffe, Fett und Mineralstoffe) erhalten, sofern man die Garflüssigkeit (die Flüssigkeit, in welcher der Kürbis zubereitet wurde) in der weiteren Zubereitung mitverwendet. Dies gilt übrigens für alle Kürbisarten und viele andere Gemüse.

Muskatkürbis

Muskatkürbis Groß und lecker: der Muskatkürbis wird meistens aufgeschnitten verkauft. Foto: JL Pfeifer (Shutterstock)

  • Art: Moschus-Kürbis
  • Geschmack: süßlich, leicht nach Muskat
  • Verwendung: gebacken, als Suppe, in Süßspeisen, als Brei
  • Besonderheit: kann sehr groß werden

Obwohl zu den Moschuskürbissen gehörend, wie auch der Butternusskürbis, unterscheiden sich beide doch stark in Aussehen, Verwendung und Geschmack. Ein Muskatkürbis kann sehr groß werden (bis zu 50 kg, manchmal sogar noch mehr), daher wird er häufig in Teilen oder Scheiben angeboten und nicht als ganze Frucht verkauft.

Seine Wand weist deutliche Rippen auf, die Farbe variiert von grünlich-orange – dunkelgrün, bis hin zu braun. Hat man ein dunkelgrünes Exemplar vor sich, so weiß man, dass es noch unreif ist.

Trotz seiner Größe besitzt er nur relativ wenige Kerne, was mehr Raum für das Fruchtfleisch lässt. Auch er wird in Südamerika ganzjährig angebaut, jedoch aus Frankreich und Griechenland importiert.

Das Fruchtfleisch selbst kann in der Farbe von gelb bis kräftig orange variieren, weist einen süßlichen Geschmack auf und soll leicht an Muskat erinnern (wovon er seinen Namen hat).

Beliebt ist sein Fleisch ebenfalls in Suppen, Cremes, Kuchen oder gedünstet und gebacken.

Spaghettikürbis:

Spaghettikürbis Low-Carb Nudeln mal anders: mit gekochtem Spaghettikürbis. Foto: Darzel (Shutterstock)

  • Geschmack: nussähnlich
  • Verwendung: gekocht (im Ganzen, dann mit Einstichen in der Schale, oder in 2 Hälften), das Fruchtfleisch zerfällt danach spaghettiförmig
  • Ursprung: Japan

Der Spaghettikürbis (Cucurbita pepo), der zu den Gartenkürbissen zählt, verdankt seinen Namen seinem Fruchtfleisch. Schon roh, aber noch mehr im gekochten Zustand, ähnelt es langen, runden Nudeln.

Die Kürbisform ist schlicht oval, die Farbe der Schale hellorange – gelb, oft mit grünlich-braunen Längsstreifen. Er ist nicht sonderlich groß, sein Gewicht beträgt meist bis zu 2 oder 3 kg, er kann also, anders als ein Muskatkürbis, im Ganzen mitgenommen werden.

Empfohlen wird, den Kürbis entweder komplett zu kochen (davor aber mit der Gabel ein paar Löcher durch die Schale stechen), oder ihn zu halbieren und dann zu kochen. Der Stielansatz wird vor dem Kochen entfernt.

Ist er gar (je nach Größe ca. 20 - 40 min), kann das Fruchtfleisch vorsichtig (die „Nudeln“ zerfallen leicht) mit einem Löffel entfernt und ausgekratzt werden. Sie weisen tatsächlich große Ähnlichkeit mit Spaghetti auf und können ebenso wie diese verwendet werden. Eine leckere Sauce und Salat dazu ergeben ein gutes, aber energiebewusstes Mittagessen.

Denn anders als ihre Namensgeber, die Spaghetti, weisen diese Kürbisnudeln nur 32 kcal/100 g auf, ein großer Unterschied. Fettarm sind sie ebenfalls und bestehen, wie andere Kürbisse auch, zu über 90% aus Wasser.

Sicherlich eine empfehlenswerte Alternative als Abwechslung auf dem Mittagstisch!

Gelber und roter Zentner

Zentnerkürbis Der Zentnerkürbis ist vor allem als Halloweenkürbis bekannt. Foto: Loreen Masseth (Shutterstock)

  • Anderer Name: Riesenkürbis
  • Verwendung: Einlegen des Fruchtfleisches, Suppen, auch zum Schnitzen als Halloweenkürbis geeignet
  • Geschmack: mild, manchmal wässrig

Der deutsche oder gelbe Zentner hat seinen Namen von seinem Gewicht erhalten. Mit bis zu 50 kg und einem gelb-orangen gerippten Äußeren, ist er kaum zu übersehen. Er zählt zu den Riesenkürbissen (Cucurbita maxima).

Sein Fruchtfleisch ist sehr mild, es wird häufig für Süßspeisen, Pürees oder Konfitüren verwendet.

Allerdings ist seine Haltbarkeit, im Vergleich zu anderen Kürbissorten, mit ca. 2 Monaten kürzer. Geerntet wird er von August bis Oktober.

Aufgrund seiner Größe ist er ein typischer „Halloween-Kürbis“, nach Entfernung des Deckels und des Fruchtfleisches kann seine Schale, je nach Wunsch und Vorlage, auch aufwendig verziert und geschnitzt werden.

Ein naher Verwandter ist der rote Zentner, er wird häufiger in Privatgärten angebaut, da sein übliches Gewicht eher bei 20 kg liegt. Der Name weist schon darauf hin, dass sein Äußeres eine rote oder rot-orangene Färbung besitzt. Er wird ähnlich verwendet wie der gelbe Zentner.

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Titelbild: Diana (Shutterstock)

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