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Schüssel mit Gemüse- und Obstresten wird in den Biomüll ausgeleert

Braune Tonne: Was kommt in den Biomüll?

Katharina vom SevenCooks Team
23.02.2020
Wenn in der Küche oft und gerne gewerkelt wird, fällt auch so mancher Müll an. Leider landet dieser häufig gesammelt im Restmüll, statt richtig getrennt zu werden. Doch wer richtig trennt, tut was Gutes für die Umwelt. Biomüll kann zum Beispiel in Erdgas umgewandelt werden. Wir listen auf, was in den Biomüll darf und was nicht.

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Inhaltsverzeichnis:

Alles für die Tonne?

Viele Obst- und Gemüseschalen und andere Speisereste landen leider im Restmüll. Die Folge ist, dass viel zu viele Bioabfälle in der Müllverbrennung landen, statt als Biogas und Kompost wiederverwertet zu werden.

Biomüll Gemüsereste kommen in den Biomüll und nicht in den Restmüll. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Gründe können dafür sein, dass nicht in allen Kommunen und Gemeinden flächendeckend die Entsorgung von Biomüll gewährleistet ist oder aber beim Verbraucher Unsicherheit darüber herrscht, was alles in die braune Tonne, also in den Biomüll, darf.

In den folgenden Listen findest du alle geeigneten oder ungeeigneten Materialien für den Biomüll. Beachte aber, dass du verbindliche Angaben bei deiner jeweiligen Gemeinde findest. Denn je nach Verwertungsmöglichkeiten und Behandlungsanlagen wird auf lokaler Ebene entschieden, was in den Biomüll darf und was nicht.

Das kommt in den Biomüll:

Laut Bioabfallverordnung dürfen nicht nur Grünabfälle und Obstreste in der braunen Tonne landen. Hier hast du einen Überblick, was in den Biomüll darf:

  • Verdorbene Nahrungsmittel (ohne Verpackung)
  • Speisereste (gekocht, ungekocht) inkl. Knochen in haushaltsüblichen Mengen
  • Reste von Käse und Wurst, Eierschalen, Milchprodukte
  • Reste von Salat, Gemüse
  • Reste von Brot und Backwaren
  • Obst inkl. Schalen und Kerne, Süd- und Zitrusfrüchte, Nussschalen
  • Kaffeefiltertüten, Kaffeesatz
  • Kaffeepads (nur aus Filterpapier und Kaffeesatz bestehend)
  • Teebeutel (ohne Kunststoffanteile oder Metallklammern)
  • Küchenpapiere • Zeitungspapier (nur zum Auslegen des Vorsortierbehälters) oder Einschlagen feuchter Bioabfälle, kein Hochglanzpapier
  • Topfpflanzen (ohne Topf)
  • Blumenerde (nur ohne Anteil an Fremdstoffen wie Styropor)
  • Gartenabfälle, wie Baum-, Hecken-, Strauchschnitt und Rasenschnitt, außerdem Heu, Stroh, Blätter und Fallobst

Das kommt nicht in den Biomüll:

  • Sammelbeutel aus Plastik (typisch: Abreißbeutel auf Rollen); Einkaufstüten, Säcke
  • Verpackungen aus Kunststoff (für Wurst, Käse u.a.)
  • Kunststoffkörper wie Flaschen, Becher, Dosen, Tuben, Schalen, Kanister, Eimer, Schraubdeckel, Korken
  • Cateringgeschirr, Einweggeschirr und -besteck (auch aus biologisch abbaubaren Kunststoffen), Kaffeekapseln, Milchdöschen
  • Blumentöpfe
  • Geschenkbänder, Gummiartikel
  • Glaskörper, Glasscherben, Flachglas
  • Kartonverbundverpackungen (z.B. Tetrapack), Papierverbunde (z.B. Verpackungen mit Kunststofffenster), beschichtete Papiere (inkl. Hochglanzpapier), verklebte Papiere (z.B. Alttapeten)
  • Babywindeln, Inkontinenzwindeln
  • verpackte Lebensmittel
  • mineralische Stoffe, wie Asche, Ruß, Staubsaugerbeutel, Kehricht, Zigarettenasche
  • Blumentöpfe und Scherben
  • Kleintierstreu (mit mineralischen Bestandteilen) Sonstige Fremdstoffe
  • Hygieneartikel wie Wattestäbchen, Tampons, Binden, Pflaster, Verbandmaterial
  • Exkremente von Tieren (z.B. Hundekot)
  • Holzreste, behandelt (z.B. imprägniert, lackiert, lasiert), Möbelholz, Spanplattenholz

Ideal wäre es, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Wir haben dir schon mal aufgeschrieben, wie du umweltfreundlich im Supermarkt einkaufen kannst.

Kompost vs. Braune Tonne

Falls es in deiner Gemeinde keine Biotonne gibt, kannst du den Großteil des Biomülls auch auf dem eigenen Kompost im Garten oder Balkon entsorgen.

Biomüll Gemüsereste können auch auf dem Kompost entsorgt werden. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Allerdings gibt es einige Ausnahmen, die nur in die braune Tonne aber nicht auf den Kompost dürfen:

  • Obstschalen von Südfrüchten
  • Fisch- und Fleischreste
  • Brotreste
  • kranke Pflanzen(reste)
  • Papiertücher
  • Sägemehl

Was tun gegen Maden im Biomüll?

Der gesammelte Biomüll kann schon mal zu einer unangenehmen Sache werden, vor allem im Sommer. Viele Haushalte haben Probleme mit Maden in der Biotonne. Diese gelangen ganz einfach durch Fliegen, die ihre Eier in den Biomüll legen, in die Tonne.

Um Maden im Biomüll zu vermeiden kannst du deine braune Tonne regelmäßig auswaschen und sie nicht in die pralle Sonne stellen. Durch Hitze zersetzt sich der Biomüll schneller und das Wachstum der Maden wird angeregt.

Im Baumarkt kannst du eine Gummidichtung für die Mülltonne besorgen. Diese verhindert, dass die Fliegen nicht mehr in die Tonne fliegen, um dort ihre Eier abzulegen. Der Geruch von Essig soll sie ebenfalls abschrecken, weshalb du den Tonnendeckel damit einsprühen kannst.

Gegen den unangenehmen Geruch des Biomülls kannst du feuchte Abfälle in Zeitungspapier wickeln. So sammelt sich weniger Flüssigkeit in der Tonne, welche zu stinken beginnen kann.

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Titelbild: Florian Ankner (SevenCooks)

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