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Energie beim Kochen sparen: 10 Stromspartipps

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von PauliCooks

28.5.2022

Strom sparen in der Küche ohne auf Komfort und Spaß zu verzichten? Mit diesen einfachen Stromspartipps und Tricks klappt es.

Neulich kam die böse Nachricht hereingeflattert: Mein Stromanbieter möchte die Preise um 50 Prozent erhöhen. Das bedeutet für unseren 4-Personen-Haushalt Mehrkosten von ungefähr 80 Euro im Monat. Da ein Anbieterwechsel derzeit ungünstig ist, bleibt uns leider nichts anderes übrig, als die Erhöhung in Kauf zu nehmen.

Um jetzt Strom zu sparen, achten wir mehr darauf, das Licht immer auszuschalten und technische Geräte nicht unnötig laufen zu lassen. Doch laut unserem Strommessgerät stehen die größten Stromfresser in der Küche: Dort verbrauchen wir durch Kühlen, Gefrieren, Spülen und Kochen gut 40 Prozent unseres Strombedarfs.

Natürlich möchte ich deswegen nicht weniger kochen und auf den Gefrierschrank zu verzichten ist auch keine Option.

Aber ist es nicht trotzdem möglich Strom zu sparen, ohne auf Annehmlichkeiten wie z. B. eine Geschirrspülmaschine zu verzichten? Nach eingehender Recherche in meinem Freundeskreis und bei der Verbraucherzentrale sowie anschließendem Selbstversuch ist hier meine Top 10 der Stromspartipps für die Küche:

1. Deckel drauf beim Kochen

Durch den Deckel bleibt die Wärme besser im Topf und der Garprozess wird beschleunigt. So wird bis zu einem Drittel weniger Energie verbraucht. Das macht vor allem bei Gerichten Sinn, bei denen die Feuchtigkeit im Topf bleiben darf, also beim Kochen von Nudeln, Kartoffeln, Eiern, Suppen oder Eintöpfen. Wenn du wie bei Saucen die Feuchtigkeit reduzieren möchtest, solltest du auf den Deckel verzichten.

Schnellkochtopf mit Händen auf Herd vor hellem Hintergrund.
Foto: SevenCooks

2. Hygiene spart Strom

Wusstest du, dass der Energieverbrauch deines Gefrierschranks bei einer 1 cm dicken Eisschicht um über die Hälfte steigt? Ich bis kürzlich auch nicht. Auch bei der Mikrowelle kannst du durch Hygiene Strom sparen. Eine schmutzige Mikrowelle muss nämlich nicht nur dein frisches Gericht, sondern auch die alten Essensreste aufwärmen.

3. Verzichte aufs Vorheizen

Wenn es knusprig werden soll, kommst du ums Vorheizen nicht herum. Pizza, Brot oder Pommes werden nur so schön kross. Bei den meisten anderen Gerichten, wie z. B. Aufläufen oder Ofenkartoffeln ist Vorheizen allerdings nicht notwendig. Also einfach direkt rein in den Ofen und Strom sparen.

Extra-Tipp: Unnötiges Öffnen des Backofens solltest du vermeiden, da dabei viel Hitze entweicht und der Ofen wieder aufwärmen muss.

getrocknete Tomaten auf Backblech in Ofen.
Foto: SevenCooks

4. Verwende möglichst wenige Töpfe

Weniger Töpfe bedeutet weniger aktive Herdplatten bedeutet weniger Stromverbrauch. Klingt logisch, oder? Probiere dazu unsere leckeren One-Pot-Gerichte aus. Die sparen nicht nur Energie, sondern schmecken auch noch ausgezeichnet. Und der Abwasch ist im Nachgang ratzfatz erledigt.

5. Erleichtere deinem Kühlschrank die Arbeit

Ein Kühlschrank mit einem Gefrierfach verbraucht im Durchschnitt 14 Cent Strom pro Tag. Allerdings kannst du mit einigen Kniffen hier massig Strom einsparen:

  • Stelle den Kühlschrank nicht neben Ofen, Herd oder Heizung, sondern nach Möglichkeit an einen kühlen, dunklen Ort. Dort muss er weniger herunterkühlen.

  • Versuche unnötiges oder langes Öffnen zu vermeiden.

  • Stelle keine warmen Gerichte in den Kühlschrank.

  • Lasse stattdessen Lebensmittel aus der Gefriertruhe im Kühlschrank auftauen und nimm ihm Arbeit ab.

  • Kühle nur Lebensmittel, die es auch benötigen. Kartoffeln, Zwiebeln oder Tomaten gehören nicht dazu.

Frau vor Kühlschrank öffnet Türe
Foto: pexels

6. Der Wasserkocher ist dein Freund

Erhitze das Wasser im Wasserkocher, bevor du es zum Kochen verwendest. Dieser ist effizienter als der Herd, bei dem mehr Wärme verloren geht. So kannst du dir jährlich bis zu 8 Euro sparen.

Tipp: Du solltest deinen Wasserkocher regelmäßig entkalken. Ein stark verkalkter Kocher benötigt bis zu 10 Prozent mehr Energie.

7. Koche nur so viel Wasser, wie du wirklich brauchst

Klingt banal, bringt aber sehr viel. Besonders für eine Tasse Tee, eine Portion Nudeln oder zum Garen von Gemüse erhitzen wir oft viel zu viel Wasser. Das kostet viel Energie und lässt sich leicht abstellen.

Nudeln (1 Liter pro 100 g) und Reis (150 ml pro 100 g) nehmen beim Kochen Wasser auf und müssen deshalb in relativ großen Mengen davon gekocht werden.

Gemüse hingegen musst du nicht vollständig mit Wasser bedecken, sondern kannst es im Wasserdampf dünsten oder sogar ganz ohne Wasser im eigenen Saft dämpfen. Das klappt auch mit Kartoffeln.

Beim Kochen von Kartoffeln bildet sich oftmals Schaum an der Wasseroberfläche. Dies ist jedoch nur austretendes Eiweiß. Von der Seite fotografiert.
So viel Wasser brauchst du zum Katoffeln kochen gar nicht. Ein bis zwei Zentimeter reichen, den Rest macht der Wasserdampf. Foto: SevenCooks

8. Nutze die Restwärme

Gilt für Herdplatten aber auch den Backofen. Beide speichern Wärme und können immer etwas früher abgeschaltet werden. Deine Gerichte können so nachgaren und du sparst dir eine Menge Strom indem du Wärme nutzt, die sonst verloren gehen würde.

9. Geräte ausstecken

Alles was eingesteckt ist, zieht Strom. Egal ob das Gerät dabei auf Stand-By oder komplett ausgeschaltet ist. Daher ist es ratsam Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. auszustecken, wenn du verreist oder sie längere Zeit nicht benutzt.

Vegane Bratensoße in Mixer mit Händen vor hellem Hintergrund.
Foto: SevenCooks

10. Verwende Herd statt Backofen

Der Backofen muss aufheizen und verbraucht dabei viel mehr Strom als einer Herdplatte, die die Hitze direkt abgibt. Wenn du also nur kleine Mengen zubereitest und es das Gericht zulässt, lohnt es sich lieber den Herd zu verwenden.

Fazit: Wir haben 25 % Strom gespart

Die Stromkostenabrechnung steht zwar noch aus, aber auf dem Stromzähler lässt es sich bereits erahnen. Wir haben unseren Stromverbrauch in der Küche letzten Monat um knapp ein Viertel gesenkt.

Große Einschränkungen waren dazu nicht nötig, wir haben nur etwas genauer auf unsere Angewohnheiten geachtet. Dadurch konnten wir nicht nur unsere Kosten senken, sondern auch noch die Umwelt schonen. Somit ist sogar einer Strompreiserhöhung etwas Positives abgewonnen!

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Titelbild: SevenCooks

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