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Einkochen im Backofen – so geht’s

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von FlorianCooks

8.10.2019

Wenn du auch im Winter das Sommergemüse aus dem Garten essen willst, dann musst du es einkochen. Wir zeigen dir, dass es neben dem Kochtopf und dem Einkochautomaten noch eine weitere Möglichkeit gibt: den Backofen. Doch dabei musst du auf ein paar Punkte achten.

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Inhaltsverzeichnis:

Einkochen, einwecken, einmachen: Lebensmittel mit Hilfe eines heißen Wasserbads haltbar zu machen, hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch verschiedene Namen. Auch wenn es in den vergangenen Jahren aus der Mode gekommen ist, wird heute wieder – wie zu Omas Zeiten – eingekocht. So kannst du trotz Winter noch das Sommergemüse genießen.

Geht es ums Einkochen, dann wird oftmals auf den Kochtopf oder den Einkochautomat gesetzt. Auch ich muss sagen, dass ich Jahre lang meine Marmeladen im Kochtopf zubereitet habe, da sich für die wenige Male, die ich das im Jahr mache, ein extra Einkochautomat nicht lohnt. Vielleicht geht es dir ja auch so.

Doch beim Einkochen im Kochtopf habe ich regelmäßig eine Sauerei gemacht. Denn kaum passt man mal nicht auf, spritzt das Wasser aus dem Topf und wenn man dann eine niedrigere Temperatur einstellt, läuft man Gefahr, dass es zu kalt ist und nicht funktioniert.

Daher musste für mich eine Variante her, bei der nichts schief gehen kann und ich keinen Ärger wegen des nassen Parketts in der Küche habe. Und ich wurde schnell fündig. Laut Google könne man auch einfach im Backofen einkochen.

Kann man im Backofen Lebensmittel einkochen?

Einfach gesagt: Ja, und zwar besser als gedacht.

Und das Einkochen im Backofen hat gleich mehrere Vorteile gegenüber der herkömmlichen Variante im Kochtopf.

So eignet sich die Variante nicht nur für Anfänger super, sondern man kann vor allem mehrere Gläser gleichzeitig einkochen.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einkochen im Backofen?

Eigentlich kannst du alles, was dir schmeckt und lange haltbar gemacht werden soll, im Backofen eingekocht werden.

Dennoch gibt es beliebte Obstsorten, die sich gut zum Einkochen eignen:

  • Äpfel
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Kirschen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen

Beim Obst einkochen kannst du entweder ganze Früchte oder Fruchtstücke verwenden, die dann zu Kompott oder Mus werden.

Wichtig dabei ist, dass das Obst reif und frei von fauligen Stellen ist, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Als Flüssigkeit kannst du Zuckerwasser, Wein oder Fruchtsaft verwenden. Je nach Geschmack können auch Zitronensaft oder Gewürze wie Zimt mit dem Obst eingekocht werden.

Einkochen im Backofen – Haltbar machen Probiere unser Pflaumenmus mit Kardamom und Schokolade - lecker! Foto: SevenCooks

Gemüse eignet sich auch hervorragend zum Einkochen. Diese Sorten gehen besonders gut:

  • Bohnen
  • Gurken
  • Kohl
  • Kürbis
  • Möhren
  • Tomaten und Tomatensoße
  • Zucchini

Du kannst das Gemüse vor dem Einkochen blanchieren oder roh haltbar machen. Zum Auffüllen eignen sich Brühe, pures Wasser und ein Schuss Essig sowie Gewürze.

Lesetipps rund ums Thema "Haltbar machen":

Das brauchst du fürs Einkochen im Backofen

Anleitung Einkochen: Hilfsmittel Für das Einkochen im Backofen brauchst du nicht viel. Foto: SevenCooks

Für das Einkochen im Backofen brauchst du, im Gegensatz zu anderen Varianten, keine zusätzlichen Hilfsmittel:

  • Gläser zum Einkochen, wie z. B. Weckgläser
  • Verschlüsse und passende Klammern
  • Ein Backblech
  • Fürs bessere Befüllen der Gläser: einen Trichter

So kochst du im Backofen ein

Die Vorbereitungen zum Einkochen sind – egal bei welcher Variante – immer die Gleichen. Daher gehe ich in den folgenden Punkten lediglich auf den Unterschied zwischen dem Einkochen im Backofen zum Kochtopf/Einkochautomat ein.

Einen ausführlichen Artikel rund ums Einkochen und welche Punkte du dabei beachten musst, findest du bei uns im Magazin: Einkochen wie Oma: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Nimm ein Backblech und fülle dieses etwa zwei bis drei Zentimeter mit Wasser und schiebe es in der untersten Schiene in den Backofen.
  2. Stelle die befüllten Gläser auf das Blech und achte darauf, dass sie sich nicht berühren.
  3. Schalte den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze an.
  4. Sobald das Wasser auf dem Blech anfängt zu kochen, schalte den Backofen aus und lasse die Gläser für 45 Minuten im Wasserbad.
  5. Sobald die Zeit abgelaufen ist, kannst du die Gläser aus dem Ofen nehmen.
  6. Überprüfe, ob das Einkochen funktioniert hat. Dafür entfernst du die Klammern und hebst das Glas vorsichtig am Deckel hoch – bleibt der Deckel fest, dann hat das Einkochen geklappt. Sollte er sich lösen, dann musst du die Prozedur wiederholen.

Einkochen im Dampfbackofen oder Dampfgarer

Solltest du einen Dampfgarer oder Dampfbackofen besitzen, dann geht das Einkochen noch einfacher. Denn die meisten Geräte besitzen bereits eine Einkochfunktion.

Hierbei wird 30 Minuten lang Wasserdampf in den Garraum gesprüht und so die Gläser einkocht.

Sollte dein Gerät keine voreingestellte Funktion haben, dann kannst du auch manuell auf 90 Grad und 30 Minuten gehen.

Nachteil beim Einkochen im Backofen

Das Einkochen im Backofen ist zwar praktisch, da man nicht ständig aufpassen muss, ob das Wasser überkocht, aber es gibt auch einen entscheidenden Nachteil: den Energieverbrauch.

Die Variante im Backofen verbraucht deutlich mehr Energie, als das Einkochen im Kochtopf. Sollte dir die Umwelt am Herzen liegen, dann würde ich dir raten, nicht im Backofen einzukochen.

Jedoch gibt es eine Ausnahme: Im Backofen kannst du mehr Gläser auf einmal einkochen, als im Kochtopf. Es lohnt sich daher nur, wenn du größere Mengen Obst und Gemüse einkochen möchtest, die sonst nicht auf einmal in den Kochtopf passen.

Botulismus: Risiken meiden

Zum Abschluss möchten wir dir ein paar Vorsichtsmaßnahmen gegen Botulismus mit auf den Weg geben. Diese Lebensmittelvergiftung ist zwar sehr selten, dem Robert-Koch-Institut werden jährlich ca. 20 Fälle gemeldet.

Allerdings ist sie sehr gefährlich und endet oft tödlich, weshalb man dieses Thema im Kontext "Einkochen" immer zumindest erwähnen sollte.

Um das Botlismus-Risiko so gering wie möglich zu halten, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikoforschung folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bei der Herstellung von Konserven grundsätzlich vorsichtig und sorgfältig arbeiten. Die meisten Lebensmittel zeigen keine äußerlichen Anzeichen, ob sie Keime, Erreger oder Gifte enthalten.
  • Auf Temperatur und Dauer achten: Bei einer Innentemperatur von 100 Grad werden Botulinum-Toxine innerhalb weniger Sekunden deaktiviert. Bei 80 Grad dauert es bereits 6 Minuten.
  • Eiweißreiche Lebensmittel (Fleisch, Bohnen etc) doppelt erhitzen. Die zweite Erhitzung deaktiviert ausgekeimte Sporen.
  • Keine aufgeblähten Konserven öffnen - es kann eine Folge der Giftentwicklung sein. Sie sollten zur Untersuchung an die amtliche Lebensmittelüberwachung übergeben werden.
  • Für Eltern: Säuglinge niemals mit Honig füttern - auch nicht auf dem Schnuller. Er ist eine häufige Quelle für Säuglingsbotulismus.

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Titelbild: SevenCooks

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