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Apfelkuchen backen: Alles, was du wissen musst

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von SarahCooks

23.9.2018

In meinem Garten fallen die Äpfel vom Baum und ich komme mit dem Verzehr nicht hinterher. Deswegen gibt es jetzt Apfelkuchen. Ich habe für dich Tipps zu Teig, Sortenauswahl und Zubereitungsart gesammelt, damit auch dir der perfekte Apfelkuchen gelingt.

Wenn du gern kochst, lad dir die app runter. Du wirst es nicht bereuen.
- Lena Eckstein

Ich kann es nicht anders sagen: Ich liebe Apfelkuchen. Und zwar in allen seinen Formen, egal ob rund oder vom Blech, gedeckt oder versunken.

Langsam können wir in Deutschland bei den Apfelsorten wieder aus dem Vollen schöpfen, auch die eigenen Bäume tragen jetzt reichlich Früchte. Da stellt sich die Frage: Wohin mit den Äpfeln?

Meine Antwort darauf wäre natürlich Kuchen, falls das nicht dein Fall ist, dann schau doch mal hier vorbei: Welcher Apfel eignet sich für welche Zubereitung?

Direkt zum Inhalt springen:

  • Muss ich die Äpfel schälen?

  • Die perfekte Apfelsorte für deinen Apfelkuchen

  • Der richtige Teig für dein Apfelkuchen Rezept

  • Klassische Apfelkuchen Rezepte

  • Auf welcher Schiene soll ich Apfelkuchen backen?

  • Bei welcher Temperatur muss ich Apfelkuchen backen?

  • Kann ich Apfelkuchen einfrieren?

Bereit? Los geht’s.

Muss ich die Äpfel schälen?

Ob du die Äpfel vorher schälst oder nicht, bleibt dir selbst überlassen. Jedoch empfiehlt es sich für die meisten Rezepte, da der Kuchen dann saftiger und einfacher zu essen ist. Bei anderen Rezepten, wie unserem Blechkuchen, bleibt die Schale dran und beeinflusst den Genuss ganz und gar nicht. Ich persönlich verwende lieber geschälte Äpfel und verwerte die Schalen dann zu Apfelchips oder mache kleine Apfelrosen draus. So wird nichts weggeworfen und du lässt dir die Vitamine nicht entgehen.

Apfelrosen in Muffin-Förmchen auf einem Teller, knusprig gebacken. Von oben fotografiert. Aus übrig gebliebenen Schalen lassen sich prima leckere Apfelrosen herstellen, so musst du nichts wegwerfen. Foto: ab jetzt vegan

Die perfekte Apfelsorte für deinen Apfelkuchen

Für einen leckeren Apfelkuchen solltest du eine Sorte auswählen, die sowohl fruchtig ist, als auch süß-säuerlich. Hierfür bieten sich der Jonagold an, der Elstar aber auch der Cox-Orange.

Beim Apfelkuchen kommt es nicht nur auf den Apfel an, sondern natürlich auch auf den Teig. Ob Rührteig, Hefeteig oder Mürbeteig – alles ist möglich. In Kombination mit den unterschiedlichen Apfelsorten ergeben sich so viele Kombinationsmöglichkeiten. Damit du die richtige für dich findest, stelle ich sie dir im nächsten Abschnitt vor.

Der richtige Teig für dein Apfelkuchen Rezept

Ich stelle dir nun die Vor- und Nachteile der drei Teigarten vor. So kannst du besser entscheiden, welcher Teig am besten zu deinem Back-Vorhaben passt.

Rührteig

Ein Rührteig geht schnell und ist einfach herzustellen. Daher eignet er sich gut für Anfänger und alle, die etwas Unkompliziertes wollen. Die Grundzutaten sind Fett, Zucker, Eier, Mehl, Backpulver und Milch. Die Zutaten verrühren, und schon kannst du das Ganze auf ein eingefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, Früchte drauf und ab in den Ofen.

Wie gesagt, eine schnelle Sache ist das mit dem Rührteig. Was du allerdings wissen solltest ist, dass die Früchte – in unserem Fall die Äpfel – im Teig versinken. Dadurch wird der Kuchen sehr saftig. Am besten schmeckt der Kuchen am gleichen Tag der Zubereitung, dann ist er schön frisch und locker.

Fertig gebackener Rührteig in einer Springform. Zu sehen ist der Stäbchen-Test. Von oben fotografiert. Der Rührteig ist ein echtes Universalgenie für die verschiedensten Kuchen. Das Beste ist: Schnell und einfach ist er noch dazu. Foto: Thorsten Suedfels

Mürbeteig

Um einen Mürbeteig herzustellen, brauchst du nicht viel. Gekühlte Butter oder Margarine, Eier, Mehl, Zucker und eine Prise Salz schnell miteinander verkneten, in Folie wickeln und für ca. 30 min in den Kühlschrank legen.

Tipp: Wenn du den Teig vorbereiten willst, kannst du ihn schon am Tag zuvor herstellen und über Nacht im Kühlschrank lassen.

So unkompliziert wie der Rührteig ist der Mürbeteig allerdings nicht. Ein mögliches Problem: Der Teig bricht beim Ausrollen. Um das zu verhindern, packe ihn zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Backpapier, bevor du mit dem Nudelholz loslegst. (Funktioniert übrigens auch mit einer gut eingemehlten Weinflasche, falls du kein Nudelholz zur Hand hast)

Die Äpfel werden auf dem ausgerollten Mürbteig mit einer Creme, wie zum Beispiel Pudding, fixiert, da sie sonst nicht halten würden. Ob du dazu jedoch einen Guss, Streusel oder eine zweite Teigschicht benutzt, bleibt dir selbst überlassen.

Mürbteig in einer Rührschüssel, daneben Kochlöffel und Törtchen-Formen. Von vorne fotografiert. Der Mürbeteig ist ein weiterer Klassiker und darf beim Backen nicht fehlen. Foto: SevenCooks

Hefeteig

Ideal zu Äpfeln passt auch der Hefeteig. Jedoch ist er nicht ganz so einfach zuzubereiten, wie die anderen. Wenn du frische Hefe verwendest, gibst du zunächst das Mehl in eine Schüssel, formst mit einem Löffel eine Mulde und bereitest darin den Vorteig zu. Dieser besteht aus lauwarmer Milch und Hefe. Lass den Vorteig etwa 20 Minuten gehen. Danach kannst du diesen mit Butter, Ei und Zucker zu einem glatten Teig weiterverarbeiten.

Tipp: Wenn du Trockenhefe verwendest, kannst du dir den Vorteig sparen.

Was du auf jeden Fall für einen Hefeteig brauchst, ist Zeit und Wärme. Lass den Hefeteig etwa eine Stunde bei ca. 24 Grad gehen. Das Volumen sollte sich dabei verdoppeln

Ein Quark-Öl-Teig kann eine gute Alternative zum Hefeteig sein, da er diesem geschmacklich sehr ähnlich ist. Aus den Grundzutaten Mehl, Backpulver, Quark, Öl, Zucker und nach Belieben Milch, wird der Teig verknetet und direkt ausgerollt. Auch er eignet sich super für einen leckeren Apfelkuchen.

Weiße Schüssel gefüllt mir Hefeteig, noch halb mit einem Geschirrtuch abgedeckt, auf einer schwarzen Arbeitsplatte. Von oben fotografiert. Der Hefeteig ist mit Sicherheit der aufwendigste unter den Grundteigen – aber er ist die Mühe wert. Foto: Thorsten Suedfels

Klassische Apfelkuchen Rezepte

Jetzt bin ich ja noch sehr jung, jedoch sind mir schon sehr viele Varianten eines Apfelkuchens über den Weg gelaufen. Grundsätzlich gilt: Ist der Grundteig erst gewählt, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

So vielseitig er auch ist, der Apfelkuchen – ein paar Klassiker dürfen nicht fehlen. Diese will ich dir im Folgenden vorstellen.

Apfelkuchen vom Blech backen

Ohne Schnickschnack und super lecker ist ein einfacher Blechkuchen mit Apfel. An Geschmack und Genuss büßt er trotzdem nicht ein. Beim Blechkuchen stellst du zuerst einen einfachen Rührteig her und verteilst diesen gleichmäßig auf einem Blech. Die Äpfel werden gewaschen, entkernt und in ca. 1cm dicke Scheiben geschnitten, auf dem Teig verteilt und leicht eingedrückt. Nach 20 Minuten kann der Kuchen in den Ofen, wo er bei 180 Grad Celsius für ca. 40 Minuten bäckt.

Apfelkuchen vom Blech in Stücke geschnitten, mit Puderzucker darauf. Auf einem Gitter drapiert und von oben fotografiert. Kinderleicht und in einer Stunde steht er fertig auf deinem Tisch: der Apfelkuchen vom Blech. Foto: SevenCooks

Einfacher Apfelkuchen: Die Zubereitung

Auch der einfache Apfelkuchen basiert auf einem Rührteig, der mit versunkenen Apfelscheiben verfeinert wird. Hierzu zuerst den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen und eine Springform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Den Rührteig in die Springform geben und setzen lassen. Nun die Äpfel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Aufgepasst: Die Apfelhälften geschnitten beisammen liegen lassen!

Schließlich die geschnittenen Apfelhälften oben auf dem Rührteig verteilen und nach Geschmack noch Mandelblättchen darüber streuen. Zuletzt den Kuchen für ca. 45 Minuten backen. So gelingt dir Apfelkuchen schnell!

Einfacher, gedeckter Apfelkuchen mit Mandelblättchen bestreut in einer türkisen Springform auf einem Gitter. Von oben fotografiert. Der Einfache Apfelkuchen ist ein klassisches Rezept mit Rührteigboden. Mhhh ... lecker. Foto: SevenCooks

Apfel-Streuselkuchen schnell zubereiten

Von allen Streuselkuchen ist dieser hier wohl ein Geheimtipp. Fruchtig und saftig ist er durch frische Äpfel und ein Birnen oder Mango Mus und die Streusel sorgen für ein Cruncherlebnis im Mund. Ein weiteres Extra: Der Kuchen ist in weniger als einer Stunde fertig!

Für den Apfelstreuselkuchen beginnt man mit der Herstellung des Teiges. Hierbei schmilzt man die Margarine und verknetet die restlichen Zutaten mit den Händen zu einer Masse. Danach gibt man den Teig in eine Springform und drückt ihn auf dem Boden und an dem Rand (ca. 2cm hoch) fest.

Nun den Ofen auf 180 Grad Celsius Unter-/Oberhitze aufheizen. Die Äpfel vierteln und mit dem Mus vermengen und ab damit in die Springform. Zuletzt die Zutaten für die Streusel verkneten und über die Äpfel geben und für 35 Minuten backen.

Apfel-Streuselkuchen auf weißem Hintergrund, daneben Äpfel und Tortenheber, Puderzucker. Von oben fotografiert. Der Apfel-Streuselkuchen ist ein wunderbarer Klassiker, der auf deinem Tisch echt was hermacht. Foto: SevenCooks

Na Lust auf Kuchen? Diese und viele weitere Apfelkuchen Lieblinge findest du in unserer Rezeptsammlung.

Auf welcher Schiene soll ich Apfelkuchen backen?

Beim Kuchen backen gilt generell: Die Kuchenform/das Blech mittig im Ofen positionieren.

Das bedeutet, wenn du einen Blechkuchen backst, nimmst du – bei 4 Schienen – die Zweite von oben. Verwendest du eine Springform mit einem höheren Rand, kannst du den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten backen.

Bei welcher Temperatur muss ich Apfelkuchen backen?

Mit einer Temperatur von 180 Grad machst du nichts falsch. Sowohl Blechkuchen, Streuselkuchen und Rührkuchen können so ausgebacken werden. Am besten, du stellst Ober-Unterhitze ein und lässt den Ofen vorheizen, bevor du den Kuchen in den Ofen schiebst.

Kann ich Apfelkuchen einfrieren?

Apfelkuchen kannst du problemlos einfrieren. Dazu solltest du ihn zuerst vollständig abkühlen lassen, um ihn danach möglichst luftdicht in Frischhaltefolie zu verpacken.

Tipp: Notiere dir das Herstellungsdatum des Kuchens auf der Folie, damit du weißt, wie lange er noch haltbar ist.

Du kannst den Apfelkuchen nun für bis zu 3 Monate in der Gefriertruhe lagern. Beim Auftauen holst du ihn lediglich aus dem Tiefkühler und lässt den Kuchen bei Zimmertemperatur auf einer Arbeitsfläche auftauen. Die Dauer für das Auftauen eines ganzen Kuchens beträgt ungefähr 5 Stunden.

Wusstest du schon, dass der Kuchen richtig schön saftig bleibt, wenn du ihn noch in der Folie auftauen lässt?

Auf ein frohes Backen und gutes Gelingen!

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Titelbild: SevenCooks

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