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Grauer Teller mit Schupfnudeln, Kräutern und Nüssen gefüllt auf einer grauen Arbeitsplatte. Von oben fotografiert.

Schupfnudeln selber machen – darauf solltest du unbedingt achten

FloCooks vom SevenCooks Team
30.03.2020
Schupfnudeln sind vor allem in Süddeutschland, Österreich und Schweiz eine beliebte Beilage. Meistens werden die „Fingernudeln“ aber gekauft und nicht selber gemacht. Dabei ist es gar nicht schwer Schupfnudeln selber zu machen. Ich zeige dir, auf was du alles achten musst.

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Inhaltsverzeichnis:

Schupfnudeln selber machen ist nicht schwer

Schupfnudeln, Fingernudeln oder Bubenspitzle – in Süddeutschland und Österreich gehören die Kartoffelnudeln zu den beliebtesten Beilagen. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wurden 2015 in Deutschland 29 Millionen Packungen gekauft.

Als Schwabe kann ich euch sagen: Zu Recht sind Schupfnudeln so bliebt. Selbstgemachte Schupfnudeln sind schon etwas Gutes, haben aber geschmacklich nur wenig mit den fertigen Varianten im Supermarkt gemeinsam.

Obwohl die Schupfnudel beliebt ist, werden nur die wenigsten Schupfnudeln selber gemacht. Zu aufwendig und der Zeitdruck sind wahrscheinlich die beiden häufigsten Antworten darauf, warum wir unsere Schupfnudeln nicht mehr selbst machen. Dabei sind sie nicht aufwendiger herzustellen, als eine Kartoffel zu kochen.

Damit du auch zukünftig in den Genuss von richtig guten Schupfnudeln kommst, zeige ich dir mein Familienrezept für Schupfnudeln und auf was du achten musst.

Was sind Schupfnudeln?

Bevor ich dir zeige, wie du perfekte Schupfnudeln selber machen kannst, erkläre ich dir, was Schupfnudeln eigentlich sind. Nach dem schwäbischen Wörterbuch sind Schupfnudeln „mit der Hand gerollte Nudeln in Fingergröße“.

Jedoch sind sie keine Nudeln im herkömmlichen Sinne, denn das Besondere an Schupfnudeln ist, dass sie nicht nur aus Mehl, Wasser und Ei bestehen. Die Schupfnudel ist eine „halb und halb“ Nudel und besteht zu gleichen Teilen aus Mehl und Kartoffeln. Der Legende zufolge haben sparsame Schwaben beim ursprünglichen Nudelrezept Teile des teuren Mehls durch günstige Kartoffeln ersetzt und so das Gericht erfunden.

Schupfnudeln mit Gemüse-Pangratto Schupfnudeln sind im Geschmack eher neutral und lassen sich zu beliebig vielen Gerichten interpretieren. Probiere doch mal unsere mediterranen Schupfnudeln mit Gemüse-Pangrattato! Foto: Wolfgang Schardt

Schupfnudeln selber machen – welche Kartoffeln brauche ich?

Um deine Schupfnudeln selbst zu machen, solltest du auf jeden Fall zu mehlig kochenden Kartoffeln greifen. Sie besitzen einen besonders hohen Stärkegehalt, lassen sich besser weiterverarbeiten und sind fluffiger als festkochende Kartoffeln.

Du stehst voll auf selbstgemachte Kartoffelprodukte? Wir zeigen dir, wie du die perfekten Pommes selber machen kannst.

Was brauche ich zum Schupfnudeln selber machen?

Um deine Schupfnudeln selber machen zu können, braucht es neben den Zutaten nur zwei Utensilien und ich könnte fast wetten, dass du beide sogar daheim hast.

  • Topf zum Kartoffeln kochen
  • Kartoffelstampfer

Du hast keinen Kartoffelstampfer daheim? Das macht nichts, denn an Stelle eines Kartoffelstampfers kannst du theoretisch alles nehmen, mit dem du die Kartoffeln zerkleinern kannst, wie etwa eine Gabel oder ein Fleischklopfer.

Zutaten für deine Schupfnudeln

Für deine Schupfnudeln brauchst du mindestens drei Zutaten, diese können aber je nach Geschmack noch weiter ansteigen.

  • 500 Gramm Mehl
  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 1 Ei

Damit die Schupfnudeln neben dem Eigengeschmack noch eine kleine würzige Note bekommen, gebe ich in meinen Schupfnudelteig noch eine Prise Salz, Pfeffer und etwas Muskat.

Schupfnudeln selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Koche die Kartoffeln in Salzwasser bis sie gar sind.
  2. Lass die Kartoffeln vor dem Verarbeiten komplett auskühlen.
  3. Zerstoße die Kartoffeln, gebe das Mehl und Ei hinzu und knete alles zu einem homogenen Teig.

Kartoffel-Mehl-Teig Die zerstoßenen Kartoffeln, das Mehl und die Eier werden nun zu einem Teig verarbeitet. Foto: SevenCooks

  1. Forme aus dem Teig eine längliche Rolle und schneide von der Rolle kleine Stücke ab.

Teig Rollen Um den Teig besser portionieren zu können, forme ihn zuerst zu einer langen Rolle. Foto: SevenCooks

  1. Forme die Stücke mit deinen Händen zu den Schupfnudeln.

Nudeln Rollen Mit deinen Händen kannst du nun kleine Stücke der Teigrolle in die typische Schupfnudel-Form bringen. Foto: SevenCooks

  1. Gebe die Schupfnudeln in kochendes Salzwasser. Sobald die Schupfnudeln an die Oberfläche steigen, sind sie fertig.

Fertige Schupfnudeln im Topf Zum Schluss kochst du die Schupfnudeln noch im Salzwasser gar. Foto: SevenCooks

Darauf musst du beim Schupfnudeln machen achten

  1. Lass deine Kartoffeln ganz auskühlen: Verwendest du warme Kartoffeln, die noch Feuchtigkeit in sich haben, dann werden deine Schupfnudeln später zu wässrig.
  2. Nicht zu lange kneten: Du solltest den Kartoffelteig nicht zu lange kneten. Wenn er zu lange geknetet wird, dann entwickelt sich zu viel Klebereiweiß und du kannst ihn später nicht mehr richtig verarbeiten.

Süße Schupfnudeln Funktioniert auch in süß: Schupfnudeln in der Pfanne anbraten, karamellisieren und mit Apfelmus servieren. Foto: SevenCooks

Rezeptinspirationen mit Schupfnudeln

Du hast Lust auf Schupfnudeln bekommen und überlegst noch, was du mit ihnen kochen sollst? Unser Rezepteteam hat mehrere Inspirationen für dich gekocht und zusammengestellt: Rezepte mit Schupfnudeln.

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Titelbild: Wolfgang Schardt

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