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Nur 3 Zutaten: Meine neue Lieblingsschokolade ohne Zucker

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von SimonCooks

8.11.2021

[Enthält Werbung] Zwei Brüder aus dem Allgäu streichen Zucker aus ihrem Leben und machen kurzerhand ihre eigene Schokolade. Zunächst nur für sich und ihre Freunde. Was folgt, ist eine Erfolgsgeschichte – und unglaublich lecker.

Unser Speiseplan hat sich unendlich erweitert. Keine Wünsche bleiben offen.
- Sylvia Eisenhut

Sanfte Energie, statt Blutzucker-Achterbahn

Auf dieses Paket hatte ich mich schon eine Weile gefreut. Klar, schließlich war Schokolade drin.

Aber nicht irgendeine Schokolade. Diese Schokolade hatte eine auffallend kurze Zutatenliste – was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Und Zucker zählte nicht zu den Zutaten. Auch sehr ungewöhnlich für eine Schokolade.

Ich war also richtig gespannt. Und wurde nicht enttäuscht. Diese Schokolade namens MAKRI
schmeckte unglaublich lecker. Süß, aber nicht aufdringlich.

Eine Packung MAKRI-Schokolade Geschmacksrichtung Wenn ihr im Biomarkt an dieser Tafel vorbeilauft, nehmt euch (mindestens) eine mit – es lohnt sich! Foto: MAKRI

Außerdem schickte sie meinen Blutzuckerspiegel nicht in die Achterbahn, wie das manch andere Süßigkeiten tun. Der Energieschub war eher sanft und nachhaltig.

Mit dieser Schokolade musste ich mich näher auseinandersetzen.

Woher kam sie? Aus dem Allgäu?!

Das hatte ich nicht erwartet. Aber die ganze Geschichte hinter der Schokolade hat mich noch viel mehr überrascht.

Wie zwei Brüder aus dem Allgäu eine neue Schokolade erfanden

Die Gründer des Schokoladenherstellers MAKRI.Sie haben MAKRI erfunden: die Brüder Christian und Manuel Enderle. Foto: MAKRI

Eigentlich haben die Brüder Manuel und Christian Enderle ihre MAKRI Schokolade für sich selbst gemacht. Dass es sie seit ein paar Jahren online und in Biofachgeschäften zu kaufen gibt, war so nicht geplant.

Alles begann, als die beiden Teenager waren.

"Wir haben hemmungslos Süßigkeiten gegessen", sagt Manuel, "und irgendwann gemerkt, dass uns das überhaupt nicht gut tut."

Statt Gewicht zuzulegen, waren die beiden eher mangelernährt. Die Haut wurde schlechter und die beiden begaben sich auf Spurensuche: Was war dafür verantwortlich?

Schnell hatten sie einen Verdächtigen ausgemacht: raffinierten Zucker. Bei ihrer Recherche fanden die beiden zum eigenen Erstaunen heraus, dass der nicht nur massenweise in Süßigkeiten steckte, sondern auch in vielen Lebensmitteln, in denen man ihn nicht auf Anhieb erwarten würde.

Kurzerhand begannen die beiden ein Experiment: Ab sofort verzichteten sie komplett auf raffinierten Zucker. Sie kochten viel selbst, mit frischem Obst und Gemüse und fühlten sich bald besser.

Auf eines wollten sie jedoch langfristig nicht verzichten: Süßigkeiten.

Datteln statt Zucker

"Irgendwann hatten wir einfach wieder richtig Lust auf Schokolade", erzählt Manuel.

Die Brüder machten sich auf die Suche nach Süßigkeiten, die nicht mit raffiniertem Zucker, sondern mit Obst gesüßt wurden. Zum Beispiel mit Datteln.

Doch sie fanden nichts, was zu ihren Vorstellungen passte.

"Wir fragten uns: Hat daran noch keiner gedacht oder funktioniert das einfach nicht?", erklärt Manuel.

Da half nur eins: selbst ausprobieren!

Und so funktionierten die Enderle-Brüder ihre Küche kurzerhand zum Schoko-Labor um.

Vom Freundeskreis in den Lebensmittelhandel

Schnell fingen die beiden Feuer und probierten ein halbes Jahr lang fast jeden Tag neue Rezepte aus.

"Anfangs googelten wir einfach: Wie macht man Schokolade?", sagt Manuel. "Nach und nach haben wir uns immer tiefer mit der Schokoladenherstellung und den Zutaten auseinandergesetzt."

Irgendwann, nach unzähligen Versuchen, war es schließlich soweit: Sie hatten eine Rezeptur entwickelt, die sie zufriedenstellte – und ihre eigene Schokolade ohne raffinierten Zucker kreiert.

Sie enthielt nur drei Zutaten: Kakaomasse, Kakaobutter und gemahlene Datteln.

Mehr brauchte es nicht.

Mit dieser leckeren Mischung beglückten sie in der nächsten Zeit Freunde und Bekannte, denen sie die selbstgemachte Schokolade als Geschenk mitbrachten.

Die reagierten begeistert: Die Schokolade wäre so gut, die könnte man ohne weiteres verkaufen!

Schokoladenmacher statt Steuerberater

Den Brüdern gefiel die Idee. Schließlich hatten sie viel Zeit und Liebe in ihre Schokolade gesteckt. Und soweit sie wussten, gab es auf dem Markt noch keine Schokolade, die ausschließlich mit Datteln gesüßt wurde.

Dafür könnten sich doch viele Menschen interessieren, die auf raffinierten Zucker verzichten wollen.

Wie schon beim Verzicht auf Zucker beschlossen sie, es einfach mal auszuprobieren.

Doch bis die Schokolade tatsächlich in die Läden kommen sollte, war noch einiges zu tun.

Sie mussten jemanden finden, der sie bei der Produktion unterstützte. Denn alleine in ihrer Küche, das war ihnen schnell klar, würden sie das nicht schaffen.

Eine Schokoladenfabrik zu finden, die ihr Rezept umsetzen konnte, war gar nicht so einfach. Zu Beginn kassierten sie einige Absagen. Zu ungewöhnlich war die Idee, mit gemahlenen Datteln statt Zucker zu süßen.

Doch schließlich fanden sie eine Schokoladenfabrik, die es versuchen wollte. Und so nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf.

Ihre Makri-Schokolade kam so gut an, dass Manuel und Christian ihre eigentlichen Jobs an den Nagel hingen: Statt Steuerberater und Informatik-Kaufmann waren sie jetzt offiziell Schokoladenmacher.

Die Schoki kommt direkt zu uns nach Hause – umweltfreundlich verpackt

Weil die Nachfrage rasch stieg, holten sich Manuel und Christian weitere Unterstützung und bauten ein kleines Team auf: Insgesamt fünf Menschen kümmern sich in Wangen im Allgäu darum, dass die leckere Schokolade mit der kurzen Zutatenliste ihren Weg zu uns nach Hause findet.

Christian Enderle im Lager von MAKRI mit drei Tafeln in der Hand.Hier lagert das Glück in Schokoladenform: Gründer Christian Enderle im Lager von MAKRI. Foto: MAKRI

Sie suchen neue Händler, welche die Schokolade in ihr Sortiment aufnehmen, sorgen für den Nachschub hochwertiger Zutaten, pflegen ihren Social-Media-Auftritt, beantworten Fragen von Kunden.

Und sie verschicken die Bestellungen an Händler – und Privatkunden. Denn MAKRI kann man auch ganz bequem von Zuhause aus ordern.

Im Sommer kommt die köstliche Lieferung sogar mit ökologischem Wärmeschutz. Damit die Schokolade auf dem Weg nicht schmilzt, ist sie in ein isolierendes Vlies aus Hanf gepackt. Das kann man entweder umweltfreundlich im Biomüll oder auf dem Kompost entsorgen. Oder sogar Kresse darauf ziehen.

Auch der Karton ist aus nachhaltigem Material: Gras-Papier. Gras ist ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff, der auch weniger CO2-Ausstoß verursacht, als herkömmliches Papier, das aus Holz gewonnen wird.

An der Verpackung zeigt sich, was den Brüdern wichtig ist: Sie wollen Genuss ohne Reue ermöglichen. Und das beinhaltet nicht nur leckere Schokolade ohne raffinierten Zucker, sondern auch Rücksicht auf die Natur.

"Wir verkaufen nichts, was wir nicht selbst essen"

Mittlerweile gibt es insgesamt 5 Sorten Makri-Schokolade:

  • Nougat

  • Natur

  • Dunkel

  • Haselnuss

  • Dunkle Mandel

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Denn Manuel und Christian tüfteln in ihrer kleinen "Labor-Küche" längst schon an neuen Produkten. Worüber wir uns wohl als nächstes freuen dürfen?

Was auch immer es sein wird, eines ist sicher: Es wird hochwertige Zutaten enthalten.

Eine Packung MAKRI-Schokolade Geschmacksrichtung Meine persönliche Lieblings-MAKRI: Nougat. Foto: MAKRI

"Wir würden nie etwas verkaufen, das wir nicht selber guten Gewissens essen", sagt Manuel.

Und: "Die Zutatenliste soll so einfach sein, dass jedes Kind sie versteht."

Die Zutaten aller Makri-Produkte sind aber nicht nur überschaubar und verständlich, sie stammen auch aus nachhaltigem Anbau, bei dem die Beteiligten fair bezahlt werden. Alle Zutaten sind Bio-zertifiziert und erfüllen Fairtrade-Standards.

Die größte Herausforderung

Klingt nach einer echten Erfolgsgeschichte. Aber wo liegen eigentlich die größten Herausforderungen beim Schokolade machen?

Nimmt man viel zu, weil man dauern probieren muss? Hat man irgendwann, keine Lust mehr auf Schokolade?

Bei diesen Fragen muss Manuel lachen. "Nein, die Lust auf Schokolade ist mir noch nicht vergangen", sagt er. "Und zugenommen hab ich auch nicht. Eher im Gegenteil."

Was stattdessen derzeit nicht ganz so einfach sei: Zutaten zu bekommen. Denn Corona und viele weitere kleine Faktoren haben die Lieferketten etwas durcheinander gebracht.

Aber Manuel ist zuversichtlich, dass sich das bald legt und Makri uns mit einer neuen Kreation überraschen kann.

Ich drücke den beiden die Daumen, dass die Pläne aufgehen und sie in Zukunft noch ganz viel Schokolade machen können.

Denn auf diesen reuelosen Genuss möchte ich nicht mehr verzichten!

Aber verlass dich nicht auf mein Wort: Probiere die Schokolade von MAKRI einfach selber mal aus!

Zur Transparenz: Dieser Artikel enthält eine bezahlte Produktplatzierung. Das beeinflusst nicht die Informationen und Tipps im Text. Die sind, wie immer, sorgfältig recherchiert und/oder beruhen auf eigenen Erfahrungen.

Titelbild: MAKRI

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