Gesund leben

Bubble Tea – kommt der Trend zurück?

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von FlorianCooks

4.7.2021

Nach dem schnellen Aufstieg, kam der schnelle Fall. Das Trendgetränk schien vergessen - bis vor einem Jahr die Suchmaschinen heiß liefen und Tiktoker das Getränk wieder gehypt haben. Wir zeigen dir, was du über Bubble Tea wissen musst.

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Inhaltsverzeichnis:

Ist Bubble Tea krebserregend?

Dass ein Trend nicht immer lange hält, das beweist eindrucksvoll der Bubble Tea. Ab 2010 drängte sich das bunte asiatische Teegetränk mit gummiartigen Kügelchen auf den deutschen Markt und war vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt.

Dass Bubble Tea eine Weile kaum mehr in Deutschland zu finden war, wird immer wieder auf eine Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen aus dem Jahr 2012 zurückgeführt. Die Forscher wollen in den Tapiokaperlen krebserregende Giftstoffe gefunden haben.

Unter anderem Styrol und Acetophenon – Chemikalien, die als Rohstoffe bei der Herstellung von Kunststoffen dienen. Der Aufschrei nach dieser Studie war groß und binnen eines Jahres verschwanden fast alle Bubble Tea Geschäfte – ob es nur an dieser Studie lag oder daran, dass jeder Trend einmal endet, ist schwer zu sagen und womöglich war es eine Mischung aus beidem.

Nach der Studie hatte das Chemische -und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe 30 verschiedene Bubble Teas beziehungsweise ihre Grundstoffe im Labor untersucht und konnte den Befund der Kollegen aus Aachen nicht stützen. Nach ihren Testergebnissen fanden sich in keiner der Proben gesundheitsschädliche Stoffe.

Es stellte sich heraus, dass die ursprüngliche Studie lediglich ein Test für ein neues Messgerät war und daher auch nicht die Merkmale einer eigentlichen Studie aufweist – so fehlten etwa genaue Angaben, wie hoch die Konzentration der giftigen Stoffe im Getränk ist. Doch Medien griffen das Thema auf und sprachen von Gift im Bubble Tea. „Chemiker finden Gift im Bubble-Tee“ titelte etwa die Welt.

Die Chancen auf ein Bubble-Tea-Comeback stehen nicht schlecht, immerhin erfreut sich der Tee noch immer einer großen Fangemeinde: In die Googlesuche wird der Begriff "Bubble Tea" jeden Monat mehrere zehntausend Mal eingegeben.

Damit du auf ein mögliches Comeback von Bubble Tea bestens vorbereitet bist, zeigen wir dir alles, was du darüber wissen solltest.

Bubble Tea: Was ist das?

Während das Teegetränk in Deutschland unter dem Namen Bubble Tea bekannt wurde, hat es mehrere Namen. So wird es auch Boba, Boba Tea oder Pearl Milk Tea genannt.

Trotz mehrerer Namen hat es einen gemeinsamen Ursprung – und zwar in den 80er Jahren in Taiwan. Jedoch mit einem Unterschied: Während heute vor allem die bunten Kugeln den Bubble Tea ausmachen, enthielt das ursprüngliche Getränk keine Perlen und bestand lediglich aus gesüßtem Tee in Kombination mit Fruchtsirup oder Milch.

Den Namen Bubble Tea hat das Getränk übrigens nicht wegen den bunten Kugeln. Bei der Zubereitung wird der Tee mit Milch und Eiswürfeln vermengt und geschüttelt bis ein Schaum entsteht – und diese Luftblasen geben dem Bubble Tea seinen Namen.

Welche Inhaltsstoffe stecken in Bubble Tea?

Bubble Tea als einheitliches Getränk zu beschreiben ist fast unmöglich, denn es gibt mehrere Komponenten, die individuell gemischt werden können – so gibt es über 100 verschiedene Varianten.

Die typische Basis ist ein gekühlter Schwarz- oder Grüntee, in manchen Fällen aber auch Kokoswasser. Je nach Wunsch kann noch Milch oder ein Fruchtsirup hinzugegeben werden.

Abschließend kommen Tapiokakügelchen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen – wie Mango, Kiwi, Pfirsich, Passionsfrucht oder Vanille – ins Getränk.

Woraus sind die Perlen?

Auch wenn der Name 'Bubble Tea' nicht von den kleinen Perlen stammt, die in jedes Getränk gegeben werden, so sind sie doch der ausschlaggebende Grund für seine Beliebtheit in Deutschland. Doch woraus bestehen diese Kügelchen?

Sie bestehen hauptsächlich aus Tapioka. Die Tapiokaperlen werden aus der Stärke der Maniokwurzel gewonnen und mit Ahornsirup und einer Geschmacksrichtung versetzt. Alles wird solange aufgekocht, bis der Ahornsirup karamellisiert und eine gummiartige Masse entsteht. Daraus werden dann die Kugeln geformt.

Ist Bubble Tea gesund?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn im Prinzip kann Bubble Tea gesund aber auch ungesund sein. Das kommt darauf an, aus welchen Komponenten du dein Getränk zusammenstellst.

Die einzelnen Zutaten der klassischen Variante mit schwarzem Tee, Milch und Tapiokaperlen sind nicht ungesund.

Laut dem Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stecken bis zu 50 Gramm Zucker in 500 ml Bubble Tea und damit beinhaltet das Trendgetränk so viel Zucker wie eine Cola. Daher lässt sich keine klare Antwort auf die Frage finden, ob Bubble Tea gesund oder ungesund ist.

Hat Bubble Tea viele Kalorien?

Auch wenn das Teegetränk erfrischend ist, verbergen sich doch einige Kalorien in so einem Becher Bubble Tea. Das liegt vor allem an der Kombination aus dem Fruchtsirup und der stärkehaltigen Maniokperlen. Dazu noch eine fette Milch und schon kommt man bei einem Becher auf 300 bis 500 kcal - eigentlich genauso viel wie bei Cola.

Darum warnen Behörden vor dem Getränk

Bereits kurz nachdem der Trend des Bubble Teas nach Deutschland kam, warnten Behörden und Ärzte vor dem Getränk. Doch warum? Besteht es ja lediglich aus Tee, Milch und Tapiokaperlen.

Der Grund für die Warnung waren die Tapiokaperlen gepaart mit der Art, wie man den Tee getrunken hat: Mit einem Strohhalm. So schreibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: „Das Besondere dieses Modeprodukts besteht eben genau darin, dass die Bubbles samt Getränk mit einem sehr dicken Trinkhalm aufgesaugt werden.

Hierin liegt aber auch eine potentielle Verschluckungsgefahr, auf die das LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) in seinen Gutachten stets verweist.

Besonders Kleinkinder sind gefährdet, sich beim Aufsaugen an den Bubbles zu verschlucken.

Sie sollten das Getränk daher auch nur unter Aufsicht Erwachsener zu sich nehmen. Auch mehrere Zeitungsberichte schreiben von Zwischenfällen nach dem Trinken von Bubble Tea. Jedoch weißt das Bundesamt für Risikobewertung darauf hin, dass „keine Aspirationsunfälle* durch den Verzehr von Bubble Tea gemeldet wurden. Nach Einschätzung des Instituts sind solche Fälle aber vorhersehbar, vor allem für Kinder bis zum Alter von vier Jahren.“

Man spricht von Aspiration, wenn Fremdkörper in die Atemwege eindringen.

Bubble Tea Comeback dank Tiktok & Co.

Der Trend setzt sich definitiv fort - Im Jahr 2020 hat sich die Gewinnspanne des Bubble Tea Giganten Possmei sogar verdoppelt. Verbreitet hat sich der Trend wieder dank Social Media Plattformen wie instagram oder Tik Tok und dem Einfluss der asiatischen Kultur durch K-Pop und Anime-Fans.

Die Aachener Studie, die Bubble Tea als krebserregend eingestuft hat, ist übrigens nirgendwo mehr zu finden.

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Titelbild: RODNAE Productions(Pexels)

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